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Valentino Rossi The Game Test-Bericht

Offizielle Links:

Spiel: Valentino Rossi The Game (Steam) | Entwickler und Verleger: Milestone S.r.l. (Steam)

Offizielles Video:

Test-Bericht zum PC-Spiel

Valentino Rossi The Game

Datum: 22. Juni 2016 | Autor: Hellfire

Valentino Rossi The Game
Valentino Rossi The Game

Hintergrund

Der italienische Rennspiel-Entwickler Milestone bringt mit Valentino Rossi The Game das bisher umfangreichste Moto-GP-Spiel. Neben der offiziellen Saison 2016 bietet es im Rahmen der virtuellen Valentino Rossi Welt weitere Spiel-Modi mit neuen Spiel-Inhalten. So fahren wir im Karriere-Modus nicht nur auf zwei Rädern, sondern steigen auch in ein Rally- und Drift-Auto. Desweiteren ist es möglich, mit geschichts-trächtigen Motorrädern über historische Strecken zu fahren, die Karriere von Valentino Rossi nachzustellen und mehr über diese zu erfahren, sowie Herausforderungen zu bestreiten und Runden-Zeiten des mehrfachen Weltmeisters zu schlagen. Wir haben uns Valentino Rossi The Game angeschaut und werden im Folgenden klären, ob es dem großen Namen gerecht wird.

Spielerfahrung

Wer einfach nur und wirklich nur die aktuelle Moto-GP-Saison fahren möchte, ob nun in Einzel-Rennen oder einer kompletten Meisterschaft, ist auch bei Valentino Rossi The Game gut aufgehoben. Hier gestaltet sich das Spiel so, wie man es bisher gewohnt war und von einem Motorrad-Rennspiel mindestens erwartet. Neu ist jedoch die Spielerfahrung, die der Karriere-Modus zu bieten hat, denn hier fahren wir nicht nur in der Moto-3-, Moto-2- und Moto-GP-Serie, sondern nehmen auch an Sonder-Veranstaltungen mit anderen Motorrädern beziehungsweise Fahrzeugen und auf anderen Strecken teil. Zu diesen gehören hauptsächlich Flat-Track-, aber auch Rally- und Drift-Rennen. Innerhalb der Karriere sind die Rennen im Kalender fest vorgeben und müssen nacheinander abgeschlossen werden, wobei sich die besagten Sonder-Veranstaltungen in Grenzen halten und die Motorrad-Rennen nach wie vor klar im Vordergrund stehen. Neben Erfahrungs-Punkten erarbeiten wir uns in den Rennen Ruhm und verdienen uns die neue Spiel-Währung. Während die Erfahrungs-Punkte unsere Fahrer-Fähigkeiten wiedergeben, ist der Ruhm notwendig, um Vertrags-Angebote von Teams zu erhalten und sich nach vorne und in die nächst höhere Renn-Serie zu bewegen. Die Währung benötigen wir, um unseren Fahrer mit neuen Helmen, Handschuhen und Schuhen zu individualisieren. Selbstverständlich steht neben dem Einzel- auch ein Mehrspieler-Modus (inklusive Split-Screen) zur Auswahl, in diesem können wir uns in der offiziellen Moto-GP-Welt gegen andere Spieler bewähren.

Die Spiel-Erfahrung in Valentino Rossi The Game zeigt sich authentisch. Die Strecken, Motorräder und Fahrzeugen entsprechen ihren Vorbildern und sehen gut aus, sind allerdings nicht immer exakt originalgetreu. Die kleinen Diskrepanzen trüben das Gesamt-Bild allerdings nicht und sollten ohnehin nur den wenigsten Spielern auffallen. Die Fahrphysik wirkt ebenso glaubhaft und nachvollziehbar, geht aber nicht all zu sehr in die Tiefe beziehungsweise übertreibt es nicht mit einem extremen Schwierigkeitsgrad. Somit macht es Spaß, vor allem die Motorrad-Rennen zu bestreiten. Wer das Fahren auf zwei Rädern bisher nicht gewohnt ist und für den Valentino Rossi The Game möglicherweise das erste Motorrad-Spiel darstellt, muss den nicht ganz einfachen Umgang erst einmal lernen, dann aber bereitet gerade das spezielle Fahrgefühl, sich in die Kurven zu legen und mit wahnsinniger Geschwindigkeit zu beschleunigen und über die Geraden zu heizen, viel Freude. Wer dabei Hilfe benötigt, kann eine Lenk- und Brems-Hilfe hinzuschalten. Auch das Ducken des Fahrers übernimmt das Spiel auf Wunsch automatisch. Wer bereits die Vorgänger gespielt hat, im Umgang also erfahren ist, sollte auf diese Hilfen verzichten, um einerseits etwas mehr gefordert zu werden und andererseits mehr Punkte zu verdienen, denn ähnlich wie zum Beispiel in Forza Motorsport, wirkt sich jede Einstellung auf die prozentuale Belohnung am Ende des Rennens aus. Dazu gehören neben den genannten Hilfen auch noch Straf-Sekunden für das Abkürzen und eine Rückspul-Funktion, sowie die allgemeine KI-Schwierigkeit.

Der Ansatz von Valentino Rossi The Game ist durchaus interessant und hebt sich von den bisherigen Moto-GP-Spielen ab. Allerdings darf angesichts des beschriebenen Umfangs nicht zu viel erwartet werden. Wie bereits angeschnitten, halten sich die Sonder-Veranstaltungen in Grenzen. Vor allem gibt es bei diesen mangels Strecken nur wenig Abwechslung. Jeweils zwei Austragungs-Orte für Flat-Track und Rally, sowie eine Kart-Bahn für Drift, sind uns persönlich etwas zu wenig. Dennoch kann der neue Karriere-Modus durchaus Spaß machen, wenn man sich auf die zusätzlichen Disziplinen einlassen möchte. Wer das nicht möchte, muss es wie anfangs bereits geschrieben nicht. Für Spieler, die nur die offiziellen Rennen fahren möchten, bietet Valentino Rossi The Game im Vergleich zum Vorgänger vielleicht nur zu wenig Neues, denn an Weiterentwicklungen und Feinheiten wurde eher wenig bis nicht gearbeitet. In dieser Hinsicht begrüßen wir es zudem nicht, dass wir bereits auf der Produkt-Seite und im Spiel auf herunterladbaren Inhalt aufmerksam gemacht werden. Was hier noch konkret geplant ist, wissen wir zum aktuellen Zeitpunkt nicht, denn die Beschreibung vom entsprechenden Season-Pass gibt darüber derzeit keinen Aufschluss. Der Käufer würde hier also derzeit die Katze im Sack kaufen. Der einzige im Moment bekannte und bereits erhältliche herunterladbare Inhalt bietet lediglich zehn neue Herausforderungen, in denen echte Events aus der Saison 2015 nachgespielt werden können - ganz ähnlich wie die historischen Ereignisse aus der Karriere von Valentino Rossi. Das ansich ist ebenfalls nicht sonderlich viel, da die Herausforderungen allgemein schnell bewältigt sind und vom Entwicklungs-Aufwand nicht aufwendig ausfallen sollten. Hier wünschen wir uns eine andere Produkt- und Preis-Politik, denn mit rund 60 Euro für das Haupt-Spiel und noch einmal rund 25 Euro für den Season-Pass lässt sich Valentino Rossi The Game angesichts seines tatsächlichen Umfangs nicht unbedingt als günstig betrachten. Wer aber voll hinter der Moto-GP und Valentino Rossi steht und sich für den Sport und die Person begeistert, dürfte dennoch auf seine Kosten kommen, denn dafür macht das Spiel so viel Spaß, dass man nur all zu gerne eine Runde nach der anderen auf den Asphalt brennt. Und nebenbei werten in den historischen Rennen die von Valentino Rossi kommentierten Videos, sowie die Zitate in den Lade-Bildschirmen, das Erlebnis auf. Auch, wenn dieser Modus schnell durchgespielt ist, gibt er durchaus etwas her und wird dem Spiel gerecht.

Präsentation

Insgesamt präsentiert sich Valentino Rossi The Game, wie schon seine Vorgänger zuvor, solide, mehr als das leider fast nicht. Grundsätzlich fällt zwar die gesamte Gestaltung, also inklusive der Menüs und Bildschirmelemente, ansprechend aus, trotzdem könnten und sollten höhere Standards angepeilt werden. Gerade bei den Strecken und Wetter-Effekten wäre etwas mehr möglich, zum Beispiel eine bessere Vegetation am Strecken-Rand (mitunter fallen uns unschöne Bäume auf, gerade in Monza), teils höher aufgelöstere Texturen (gerade die historischen Strecken wirken etwas minderwertig) und realistischere Regen-Effekte (übrigens auch spürbarere Auswirkungen von nassen Fahrbahnen auf die Fahrdynamik). Ein weiterer Kritik-Punkt ist die für ein Rennspiel wichtige Sound-Kulisse, die für den grandiosen Sport zu wenig echte Motoren-Geräusche zu bieten hat. Auf diesem Gebiet sollte der Entwickler Milestone noch arbeiten, um dem Spiel oder künftigen Titeln mehr Authentizität und Feinschliff zu verleihen. Oftmals sind es die kleinen Dinge, die den entscheidenden Unterschied, auch in der spielerischen Erfahrung, ausmachen können. Eindrucksvoll empfinden wir zum Beispiel die Helm-Kamera, die uns mitten in das Geschehen versetzt und ein tolles Gefühl für den Sport vermittelt, allerdings nur erfahreneren Spielern empfohlen werden kann, da diese Ansicht ein gewisses Fahr-Talent voraussetzt. Weitere Arbeit könnte Milestone in den Foto-Modus stecken. Zunächst einmal begrüßen wir diesen, da sich damit schöne Screenshots aufnehmen lassen (auch die Bilder auf dieser Seite entstammen weitestgehend diesem). Der funktionale Umfang fällt jedoch etwas begrenzt aus. Hier würden wir uns mehr Filter (Farben und Effekte) und eine Kontrolle der Tiefen-Schärfe sowie Bewegungs-Unschärfe wünschen. Die Grund-Funktionen, wie zum Beispiel die Kamera rein- und rauszoomen, sowie drehen, sind enthalten.

Valentino Rossi The Game
Valentino Rossi The Game

Einschätzung

Hinter dem Namen Valentino Rossi verbirgt sich wahrlich ein großes Talent. Und hinter dem Titel Valentino Rossi The Game steckt in der Tat ein gutes Spiel. Allen Rennsport-Freunden, auch Motorrad-Neueinsteigern, können wir eine Empfehlung aussprechen. Wie bereits ausgeführt, überzeugt uns das Rennspiel durch das vermittelte Spielgefühl und die glaubhaft gestalteten Motorräder und Fahrzeuge, sowie Strecken. Allerdings, und das müssen wir an dieser Stelle abschließend noch einmal festhalten, dürfte man gerade als bisheriger Moto-GP-Spieler mehr Fortschritt erwarten. Hier ist zum Beispiel die offizielle Formel-1-Serie von Codemasters in manchen Punkten voraus. Zwar ist der Umfang durch die virtuelle Valentino Rossi Welt größer geworden, doch andererseits hält man herunterladbaren Inhalt gegen weitere Kosten zurück und versucht neben der Quantität kaum über qualitative Verbesserungen bisherige Spieler mehr als zuvor zu überzeugen. Wenn alleine der Motoren-Sound mehr hergeben würde, wäre das eine tolle Sache. Technisch ist das Spiel einwandfrei, Leistungs-Einbüßen oder Abstürze sind uns persönlich nicht aufgefallen (siehe Test-System unten), und spielerisch bietet es eine solide Erfahrung, die je nach Standpunkt nur etwas hinter ihren Möglichkeiten zurückbleibt oder schlicht ein wenig zu teuer erscheint, da doch relativ viel Inhalt durch die Vorgänger wiederverwertet werden konnte und wurde. Das, was neu hinzugekommen ist, ist zwar begrüßenswert, aber im Kern leider nicht viel mehr als es zunächst den Anschein macht. Letztendlich mag also der Preis für viele geneigte Spieler entscheidend sein, ob und wann sie zu Valentino Rossi The Game greifen werden.

Test-System:

Microsoft Windows 10 (64 Bit)
Intel Core i5-3570K (4,2 GHz)
NVIDIA GeForce GTX 680 (2048 MB)
16 GB DDR3-RAM (1600 MHz)
ASUS P8Z77-V (Intel Z77)
Samsung SSD 830 Series

Eigene Bilder:

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