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Syndrome Test-Bericht

Offizielle Links:

Spiel: Syndrome (Steam) | Entwickler und Verleger: Camel 101 (Steam)

Offizielles Video:

Test-Bericht zum Indie-Spiel

Syndrome

Datum: 23. Oktober 2016 | Autor: Hellfire

Syndrome
Syndrome

Hintergrund

Mit Syndrome versucht sich das portugiesische Entwickler-Team Camel 101 an einem Science-Fiction-Survival-Horror-Spiel, das eine starke Ähnlichkeit zu Alien: Isolation aufweist und auch an Dead Space erinnert. Wir haben uns den versprechenden Indie-Titel angesehen und werden klären, ob uns Syndrome ähnlich gut wie seine großen AAA-Vorbilder gefällt.

Spielerfahrung

In Syndrome findet sich der Spieler in der Rolle eines Besatzungs-Mitglieds des Erkundungs- und Wissenschafts-Raumsschiffs Valkenburg wieder. Der Protagonist erwacht aus seinem Cryoschlaf und wirkt, wie zunächst angenommen als Folge des Cryoschlafs, benommen und verwirrt. Der Anfang des Spiels gestaltet sich wie ein Alptraum. Niemand befindet sich in der näheren Umgebung und schon bald stößt der Spieler auf die ersten toten Körper anderer Besatzungs-Mitglieder. Das Raumschiff treibt im All umher und wer oder was die Leben auf dem Gewissen hat, ist zunächst unklar, doch die Gefahr wird mutmaßlich noch gegenwärtig sein. Ziel des Spiels ist es folglich, die grausamen Gräueltaten aufzuklären und die furchterregende Hölle, die sich abzeichnet, zu überleben.

Syndrome spielt sich erwartungsgemäß. Wir erkunden Schritt für Schritt das Innere des Raumschiffs, stehen Bedrohungen und Gefahren, die wir ausschalten oder umgehen, gegenüber, sammeln Gegenstände und Waffen, sowie Informationen, um uns den Hintergrund der Geschichte zu erschließen, und erfahren die Handlung durch wiederkehrende Dialoge mit anderen verbliebenen Besatzungs-Mitgliedern, die uns auch den Weg weisen und mit Aufgaben durch das Spiel führen. Dabei gestaltet sich Syndrome zwar ähnlich wie zum Beispiel Alien: Isolation, allerdings weit weniger umfangreich und nicht ganz so anspruchsvoll, zumal es nur einen festen Schwierigkeitsgrad gibt. Insgesamt gibt es acht überschaubar große Decks, die wir nacheinander in vorgegebener Reihenfolge erschließen. Wir legen oft die selben Wege zurück und wechseln meistens von einem zum anderen Deck hin und her. Nicht alle Bereiche sind von Anfang an zugänglich, so müssen wir beispielsweise erst Zugangskarten, Passwörter oder Werkzeug finden, um weiterzukommen. Neben Gefahren, zum Beispiel in Form von offenen Stromleitungen und heißem Dampf, stehen wir bei der Erschließung des Raumschiffs auch zombie-artigen Gegnern gegenüber. Die Bewaffnung, sowie die Munition, fällt dabei übrigens wie im genannten Vorbild ähnlich knapp bemessen aus, sodass Syndrome nicht zu einem Ballerspiel verkommt. Die spielerischen Möglichkeiten, sowie auch Mechaniken, zum Beispiel in Bezug auf die Gegner, halten sich allerdings in Grenzen und wirken teilweise recht einfach beziehungsweise nicht sonderlich herausfordernd. Dennoch schafft es das Spiel durchaus, zum Durchspielen zu motivieren. Man erkennt schon, dass sich die Entwickler Mühe gegeben haben, eine überzeugende und relativ abwechslungsreiche Umgebung zu schaffen. Dabei überzeugt Syndrome auch durch die erzeugte Atmosphäre.

Präsentation

Die Spielwelt in Syndrome wirkt düster. Hübsche Licht- und Schatten-Effekte, sowie Blend-Effekte, unterstreichen die erschaffene Stimmung. Dies gilt auch für die musikalische Untermalung und die passende Geräusch-Kulisse, sowie für die gut eingesprochenen Texte. Die Sprachausgabe ist zwar leider nur in Englisch, dafür sind aber fast alle Texte, selbst die, die unmittelbar in der Spielwelt abgebildet sind, direkt in die deutsche Sprache übersetzt worden (ohne hierfür auf Untertitel zurückzugreifen). Im Detail gibt es bei der Präsentation zwar durchaus etwas Verbesserungs-Potential, dieses fällt jedoch angesichts des Preises und den Mitteln, die dem kleinen Entwickler-Team zur Verfügung stehen, nicht wesentlich in das Gewicht. So müssen wir leider die allgemeine Textur-Qualität, die die sonst stimmige Kulisse etwas trübt, bemängeln. Hier hätten wir uns höher aufgelöste und dadurch schärfere, sowie detailreichere Texturen gewünscht. Dass Syndrome nicht jede grafische Spielerei mitbringt (wohl aber unter anderem die chromatische Aberration) und die Einstellungs-Möglichkeiten äußerst begrenzt ausfallen, ist aufgrund des ansehnlichen Ergebnisses zu verschmerzen und eventuell noch verbesserbar. Dafür ist die Leistung des Spiels bereits für das, was es optisch bietet, zufriedenstellend. Unser Test-System, siehe Ende des Artikels, schafft es in der Regel, die von uns anversierten 60 Bilder pro Sekunde zu halten, in UHD-Auflösung! Zudem sind uns während des Tests weder Einbrüche noch Abstürze aufgefallen.

Steuerung

Wenn Camel 101 an einer weiteren Sache arbeiten möchte, so sollte dies auf jeden Fall die Steuerung sein. Leider ist es nicht möglich, die vollständige Tastenbelegung einzusehen oder zu ändern, wodurch viele Spieler erst einmal einige Tasten durchgehen müssen, um deren Funktion zu finden (beispielsweise "L" zur Anzeige der Ziele und "Tabulator", um die Übersichtskarte einzublenden). Das ist zum Spieleinstieg also nicht ideal. Wir persönlich hatten damit allerdings kein großes Problem und die Steuerung ging für uns recht intuitiv und leicht von der Hand.

Syndrome
Syndrome

Einschätzung

Syndrome ist gegenwärtig für 22,99 Euro erhältlich und stellt damit möglicherweise selbst für Indie-Verhältnisse nicht für jeden Spieler gleich einen Sofortkauf dar. Wir jedoch können, wenn es um das Spiel geht, den Titel durchaus weiterempfehlen, zumal die Entwicklungs-Leistung mehr als solide ist und sich die unabhängigen Entwickler damit ihre finanzielle Unterstützung verdient haben. Zwar schafft es das Spiel nicht, die Tiefe und den Umfang des Vorbilds Alien: Isolation zu bieten, dennoch kann sich der Spieler schätzungsweise mindestens zehn oder mehr Stunden mit dem Spiel beschäftigen. Auszeichnend für Syndrome ist vor allem die Atmosphäre. Spielerisch bleibt es leider etwas hinter seinen Möglichkeiten zurück. Den Schwerpunkt etwas mehr auf das Schleichen zu legen beziehungsweise diesen Spielstil etwas weiter auszubauen (zum Beispiel mit Spezialattacken, die man nebenbei schön in Szene setzen könnte) und eine etwas größere Spielwelt mit mehr Freiheiten und Möglichkeiten anzubieten (zum Beispiel alternative Zugänge und Fallen), wäre vermutlich neben besseren Texturen für ein überzeugenderes Ergebnis dienlich gewesen. Ihr Handwerk scheinen die erfahrenen Entwickler aber auf jeden Fall zu verstehen, dafür spricht der solide Zustand des Spiels. Und nicht jeder Indie-Titel kommt mit einer so guten Vertonung und Sprachausgabe (in Englisch) und einer so einwandfreien deutschen Übersetzung daher. Wer nach Alien: Isolation ein weiteres Spiel dieser Art sucht, könnte mit Syndrome fündig werden. Spätestens beim nächsten Angebot sollten geneigte Spieler nicht lange überlegen und sich Syndrome zulegen!

Test-System:

Microsoft Windows 10 Pro (64 Bit),
Intel Core i7-6700K (4,6 GHz),
NVIDIA GeForce GTX 1070 (8 GB),
16 GB DDR4-RAM (3200 MHz),
MSI Z170A-G43 PLUS (Intel Z170),
128 GB Samsung SSD 830 Series,
1 TB SanDisk X400 SSD (SATA)

Offizielle Bilder:

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