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The Evil Within 2 Test-Bericht

Offizielle Links:

Spiel: The Evil Within 2 (Steam)
Entwickler: Tango Gameworks (Steam) | Verleger: Bethesda Softworks (Steam)

Offizielles Video:

Test-Bericht zum PC-Spiel

The Evil Within 2

Datum: 30. November 2017 | Autor: Hellfire

USK 18
USK 18

Hintergrund

Mit The Evil Within 2 führt das Entwickler-Team von Tango Gameworks den Survival-Horror Hit von Genre-Genie Shinji Mikami fort. Der Protagonist Detective Sebastian Castellanos glaubt, alles verloren zu haben. Doch als er die Chance erhält, seine für tot gehaltene Tochter Lily zu retten, steigt er erneut in die albtraumhafte Welt des STEM und diese fordert seinen Verstand ein weiteres Mal heraus. Wir haben uns den Titel in der PC-Version angesehen und werden von unserem Spielerlebnis berichten und zusammenfassen, was das Spiel zu bieten hat und ob es uns erneut begeistern kann.

The Evil Within 2
Nicht selten werden wir umstellt

Spielerfahrung

Zusammen mit den eingebundenen Videos zum Spiel, haben wir die Geschichte des Spiels bereits kurz angeschnitten. Zu dieser möchten wir darüber hinaus nicht viel mehr verraten, um nicht zu viel von der Handlung vorwegzunehmen, denn das Spiel gestaltet sich spannend, wenn mitunter vielleicht auch für den einen oder anderen Spieler etwas verwirrend. Es ist empfehlenswert, den ersten Teil bereits gespielt zu haben oder noch zu spielen und sich anschließend in die albtraumhafte Welt der Fortsetzung ziehen zu lassen. Allerdings stellt dies keine Voraussetzung dar, da auch Neueinsteiger gut in das Spiel finden sollten.

The Evil Within 2
Hinter fast jeder Tür wartet das Grauen auf uns

In The Evil Within 2 wartet auf den Spieler eine Spielwelt, die dem Namen des Titels alle Ehre macht. Die Atmosphäre ist, wie es sich für ein Survival-Horror-Spiel schließlich auch gehört, düster und schaurig. Hinter fast jeder Ecke warten furchterregende Gegner, die sich zum Teil bereits durch ihre Geräusche ankündigen, uns aber auch das eine oder andere Mal erschrecken können. Wir durchstreifen die Spielwelt aber nicht nur in stetiger Angespanntheit, uns gegen die Gegner zur Wehr zu setzen oder diesen zu entkommen, sondern müssen uns permanent bemühen, überhaupt eine Möglichkeit zu haben, überleben zu können. Wir spielen das Spiel in der höhsten Schwierigkeitsstufe und müssen uns mit der allgemeinen Munitionsknappheit ziemlich durch das Spiel schlagen, im wahrsten Sinne des Wortes, denn die Gegner sind überaus gefährlich und lässt man sie zu nah heran, kann schon ein Gegenschlag genügen und die eigene Spielfigur ist tot. Das Problem dabei ist jedoch, dass der Nahkampf eine entscheidende Rolle spielt, um Munition zu sparen. Man kann also nicht immer jeden Gegner aus sicherer Entfernung unter Beschuss nehmen, zudem sind manche Gegner flink und die eigene Ausdauer fällt verhältnismäßig gering aus. Außerdem sollte einem klar sein, dass man manchmal lieber wegläuft, als sich gleich der ganzen Horde zu stellen. Diese Reize gefallen uns besonders, da das Spiel so nicht zum schnellen Metzelwerk verkommt. Und vor allem fördert und belohnt das Spiel unsere Sucht, die Spielwelt vollständig zu durchstreifen und alle nur möglichen Gegenstände zu finden, damit wir unseren Spielcharakter und dessen Ausstattung mit Hilfe dieser Objekte weiterentwickeln können. So gibt es beispielsweise Waffenteile, die wir für Aufrüstungen benötigen, oder Schießpulver, das für die Herstellung von Munition unabdingbar ist. Entscheidend ist aber auch das Ausschalten der Gegner, da diese in der Regel einen grünen Schleim hinterlassen. Dieser wird benötigt, um die Fähigkeiten der Spielfigur auszubauen. Hat man es gerade anfangs noch schwer, zahlt sich das Sammeln und die Weiterentwicklung schnell aus, denn so steigert man zum Beispiel die Chance auf einen kritischen Schaden oder lernt Gegnern gelegentlich automatisch ausweichen zu können. Die allgemeine Situation bleibt jedoch durchgängig fordernd. All zu viele Schüsse sollten nicht daneben gehen. Und zu jeder Zeit sollte man gut ausgestattet sein, denn man weiß nie, was als nächstes auf einen wartet.

The Evil Within 2
Höchste Vorsicht ist im Nahkampf geboten

Die Spielwelt gestaltet sich dieses Mal etwas offener, allerdings sind alle Bereiche, die man mehr oder weniger linear durchstreift, relativ überschaubar. Neben der Haupterzählung gibt es dabei auch Nebenmissionen und spontane Ereignisse, die unser Eingreifen fordern. Die Handlung wird gekonnt durch Sequenzen begleitet und vorangetrieben. Wir haben zu jeder Zeit nicht nur Spaß, alles zu entdecken und jeden Gegner zu elimnieren, wir fühlen uns durch die vorgetragene Erzählung auch unterhalten. Insgesamt finden wir das Spielerlebnis von The Evil Within 2 motivierend und zufriedenstellend.

Präsentation

Selbstverständlich ist für ein Spiel dieser Art auch eine entsprechende Präsentation von enormer Bedeutung. Neben der überzeugend gestalteten Spielwelt, die einfach stimmig zur Geschichte passt, und den genial gestalteten Gegnern, weiß das Spiel auch optisch und akustisch zu gefallen. Zwar gibt es Verbesserungsbedarf bei manchen Texturen, deren Details und vor allem deren Tiefe (zum Beispiel sieht Mauerwerk einfach nur flach aus), doch insgesamt schafft es die düstere Kulisse, mit den eingesetzten Effekten, eine stimmungsvolle Atmosphäre aufzubauen. Und diese wird durch eine hervorragende Vertonung nur unterstrichen, denn die Geräuschkulisse verstärkt die schaurige Atmosphäre gekonnt und auch die komplett auf Deutsch synchronisierten Dialoge sind unserer Meinung nach gelungen. Weniger gelungen ist jedoch die Leistung, die die verwendete STEM-Engine offenbart. Unser Test-System, siehe Artikel-Ende, schafft es zwar das Spiel mit maximierten Einstellungen in WQHD-Auflösung (1440p) flüssig darzustellen, die durchschnittlichen FPS könnten allerdings für das, was grafisch effektiv geboten wird, ein gutes Stück höher ausfallen. Ebenfalls die Frametimes könnten etwas niedriger ausfallen, da manche sensible Spieler unter diesen Bedingungen vielleicht schon eine etwas träge Steuerung verspüren könnten. Zudem sind uns leider einige Fehler und Probleme aufgefallen. Während man über einen Teil noch hinwegsehen kann, liegen die gelegentlichen Abstürze jedoch schwerer im Gewicht, denn dann muss man das Spiel erneut starten und ab dem letzten Speicherpunkt noch einmal neu ansetzen. Wir gehen aber davon aus, dass die Entwickler die vorhandenen Fehler und Probleme noch in den Griff bekommmen, sodass spätestens, wenn neuer Inhalt für das Spiel bereitsteht, dem ungestörten Durchspielen nichts mehr im Weg stehen sollte.

The Evil Within 2
Wasser- und Öl-Lachen bilden eine ideale Falle

Steuerung

Loben müssen wir die Steuerung im Spiel, denn diese lässt sich überdurchschnittlich umfangreich auf die eigenen Bedürfnisse anpassen (dies gilt im übrigen auch für die Video- und Audio-Einstellungen). Im Spiel gestaltet sie sich damit unkompliziert und geht nach kurzer Eingewöhnung leicht von der Hand. Solange die Framerate und die Frametimes passen, präsentiert sich die Steuerung eigentlich auch direkt und flüssig. Allerdings ist uns aufgefallen, dass manche Eingaben erst nach einer kleinen Verzögerung angenommen werden, beispielsweise beim Zerschlagen von Kisten und dem anschließenden Aufsammeln von Gegenständen. Das kann etwas stören. Wir persönlich sehen hier aber kein großes Problem.

The Evil Within 2
Nichts für schwache Nerven

Abschließende Zusammenfassung

Wie schon der Vorgänger, weiß auch The Evil Within 2 seine Erzählung packend in Szene zu setzen und zieht uns als Spieler mit Spannung und Schauer in das Geschehen. Zudem finden wir den Titel spielerisch motivierend, sodass das Spiel eigentlich alles bietet, was man von einem Survival-Horror erwartet. Die Spielzeit liegt durchschnittlich bei mindestens fünfzehn Stunden, etwas mehr ist locker möglich, wenn man den Schwierigkeitsgrad erhöht und 100% Spielfortschritt beabsichtigt. Wer also Teil 1 schon durchgespielt hat und nur darauf brennt, die Fortsetzung zu spielen, ist mit The Evil Within 2 sicherlich wieder gut beraten. Geneigte Neueinsteiger sollten sich vielleicht erst den ersten Teil oder gleich beide Spiele gönnen, zumal die Preise gegenwärtig durch diverse Aktionen günstig ausfallen. Etwas nachlegen müssen die Entwickler jedoch noch mit der einen oder anderen Korrektur und Optimierung, damit das Spiel auch technisch einen runderen Eindruck hinterlässt. Für uns persönlich ist The Evil Within 2 eines der Spiele, die man in absehbarer Zeit spielen sollte.

The Evil Within 2
Der taktische Rückzug ist mehr als eine Option

Test-System:

Microsoft Windows 10 Pro (64 Bit),
Intel Core i7-6700K (4,6 GHz),
NVIDIA GeForce GTX 1070 (8 GB),
16 GB DDR4-RAM (3200 MHz),
MSI Z170A-G43 PLUS (Intel Z170),
128 GB Samsung SSD 830 Series,
1 TB SanDisk X400 SSD (SATA)

Offizielle Bilder:

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