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Dyscourse Test-Bericht

Offizielle Links:

Spiel: Dyscourse (Steam) | Entwickler: Owlchemy Labs (Steam) | Verleger: Owlchemy Labs (Steam)

Offizielles Video:

Test-Bericht zum Indie-Spiel

Dyscourse

Datum: 10. August 2015 | Autor: Hellfire

Dyscourse
Dyscourse

Hintergrund

Dyscourse ist ein Abenteuer-Spiel des unabhängigen Entwickler-Teams Owlchemy Labs aus Austin, Texas (USA), und verdankt seine Verwirklichung der im Jahr 2013 erfolgreich verlaufenen Schwarm-Finanzierung. Über 1800 Unterstützer trugen insgesamt über 40000 Euro zusammen, um die Entwicklung zu sichern.

Dyscourse handelt von einer kleinen Gruppe Überlebender eines Flugzeug-Absturzes und spielt auf einer wüsten, verlassenen Insel. Gespielt wird der weibliche Charakter Rita, eine unglückliche Kunstschulabsolventin, die zuletzt als Barista arbeitete. Ziel ist es, die Gruppe zusammen zu bringen und mit vereinten Kräften bis zur Rettung um das Überleben zu kämpfen.

Spielerfahrung

Die Spielerfahrung in Dyscourse gestaltet sich so, wie man es von einem Abenteuer-Spiel dieser Art erwarten würde. Nach einem Flugzeug-Absturz finden wir uns auf einer Insel wieder und treffen nach und nach auf weitere Überlebende, die wir kennenlernen, mit denen wir uns anfreunden und mit denen wir gemeinsam die Herausforderungen zu meistern versuchen, um ein Rettungs-Signal zu setzen, die Gefahren der Insel und die Engpässe in der Wasser- und Nahrungs-Versorung bis zur Rettung zu überstehen. Dabei führen wir einige Dialoge und treffen dabei Entscheidungen mit teils gravierenden Auswirkungen. Dyscourse ist darauf ausgelegt, mit jedem Spielen eine unterschiedliche Spielerfahrung zu bieten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten und Wege, die nicht alle mit nur einem Spieldurchgang ergründet werden können. Erstrebenswert ist es natürlich, mit möglichst allen beziehungsweise vielen Überlebenden die Insel am Ende zu verlassen. Bei unserem ersten Durchgang, der leider nur knapp eine Stunde dauerte, schafften wir nur die Rettung von zwei Charakteren und erreichten dabei nur drei von insgesamt 31 Steam-Errungenschaften. Dyscourse motiviert also auch über einen Spieldurchgang hinaus, die verbleibenden Möglichkeiten zu entdecken und die Steam-Errungenschaften zu meistern. Allerdings fehlt es dem Spiel etwas an Tiefe, hier wäre durchaus etwas mehr Spielinhalt wünschenswert gewesen, um den Spieler nach der kurzen Spielzeit besser zu motivieren, noch mehr Zeit mit dem Spiel zu verbringen. Neben weiteren Durchgängen kann der Spieler auch die kostenlose Erweiterung Indie Island spielen, die das Grundkonzept aufgreift, die Rollen aber mit bekannten Indie-Entwicklern besetzt und eine neue Handlung anbietet. Dieses durchaus originelle Konstrukt spielt sich allerdings noch etwas schneller durch, sodass insgesamt wieder fast alles auf den Wiederspielwert gelegt wird, um voll auf seine Kosten zu kommen. Die Erzählung ansich ist unterhaltsam und die verschiedenen Charaktere erzählen ihre eigenen Geschichten, wenn auch in komprimierter Form.

Präsentation

Nun mag die eigentliche Erzählung nicht sonderlich ausgefallen erscheinen, schließlich ist Dyscourse nicht das erste Spiel, das diese Thematik aufgreift, doch die visuelle Präsentation ist durchaus als originell zu bezeichnen. Die Spielwelt, sowie die Charaktere, wirken bunt und abstrakt. Die comichafte Darstellung wirkt wie eine Kulisse aus flachen Papierstückchen. Damit bekommt Dyscourse seinen ganz eigenen Stil, der uns gut gefällt. Mit der akustischen Präsentation sind wir allerdings nicht ganz so zufrieden. Während die musikalische Untermalung noch durchaus passend, aber vielleicht etwas zu ruhig wirkt, empfinden wir die Sprachausgabe der Charaktere eher unpassend. Hier setzen die Entwickler auf eine nicht verständliche Fantasie-Sprache. Ansich muss das noch nicht schlecht sein, in der umgesetzten Form hört sich diese aber, wie wir finden, zu dumpf an und harmonisiert unserer Meinung nach nicht so richtig mit der ansonsten klaren Präsentation. Hier wäre unter Umständen eine echte Sprachausgabe, mit passenden Synchronsprechern, die bessere, wenn auch die teurere Wahl gewesen. An dieser Stelle müssen wir zudem erwähnen, dass das gesamte Spiel ausschließlich englischsprachig ist - auch ein möglicher Kritikpunkt für alle Spieler, die der englischen Sprache nicht ganz so mächtig sind. Allerdings trifft dieser Umstand auf einige Indie-Spiele zu, sodass dieser nicht ungewöhnlich ist. Dafür überzeugt das Spiel stets durch seine saubere Umsetzung und offenbarte uns keinerlei Probleme beziehungsweise Fehler.

Dyscourse
Dyscourse

Einschätzung

Dyscourse ist insgesamt ein originelles Spiel, wenn auch zunächst mit einer gewöhnlichen Erzählung. Die zusätzliche Episode bietet jedoch etwas, was wir so bisher in noch keinem anderen Indie-Spiel gesehen haben, nämlich echte Indie-Entwickler als Spiel-Charaktere. Das wirkt erfrischend anders und gestaltet sich teilweise ähnlich karikativ, wie man es zum Beispiel von einem South Park in ähnlicher Form kennt und mag. Angesichts des Preises von aktuell 14,99 Euro und der für 22,99 Euro gesondert erhältlichen Spezial-Edition, die unter anderem den Soundtrack enthält, fällt die nüchterne Spielzeit eines einzelnen Durchgangs vermutlich etwas zu kurz aus. Daher können wir leider keine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen. Wer jedoch gerne Spiele mehrfach durchspielt und bemüht ist, sämtliche Steam-Errungenschaften zu erzielen, für den lohnt sich Dyscourse vermutlich schon. Allen anderen geneigten Spielern empfehlen wir das Warten auf ein ansprechendes Sonder-Angebot, sofern sie nicht bereit sind, den regulären Preis für den geschilderten Spiel-Umfang zu bezahlen.

Test-System:

Microsoft Windows 8.1 (64 Bit)
Intel Core i5-3570K (4,2 GHz)
NVIDIA GeForce GTX 680 (2048 MB)
8192 MB DDR3-RAM (1600 MHz)
ASUS P8Z77-V (Intel Z77)
Samsung SSD 830 Series (128 GB)

Offizielle Bilder:

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