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The Park Test-Bericht

Offizielle Links:

Spiel: The Park (Steam) | Entwickler und Verleger: Funcom (Steam)

Offizielles Video:

Test-Bericht zum Abenteuer-Spiel

The Park

Datum: 29. Oktober 2015 | Autor: Hellfire

The Park
The Park

Hintergrund

The Park ist ein Abenteuer-Psycho-Horror-Spiel vom Entwickler-Team von Funcom und spielt im Universum von The Secret World, ein düsteres Online-Rollenspiel, das ebenfalls aus der Feder von Funcom stammt und für The Park einen geheimnisvollen Vergnügungs-Park bereithält.

Um nicht zu viel von der Erzählung hinter dem Spiel vorweg zu nehmen, fassen wir die Handlung wie folgt zusammen: Der Spieler spielt die junge Mutter Lorraine, auf der Suche nach ihrem Jungen Callum, der ihr im mittlerweile geschlossenen Atlantic Island Park davon läuft. In Wirklichkeit betritt der Spieler die emotionale Gedanken-Welt der verzweifelten Mutter und ergründet ihre tragische und dramatische Geschichte, sowie den dunklen Hintergrund des ehemaligen Vergnügungs-Parks.

Spielerfahrung

Das Abenteuer-Psycho-Horror-Spiel The Park wird in der Ego-Perspektive (man sieht aber auch den Körper) der jungen Mutter gespielt. Diese sucht, nachdem nach anfänglicher Abend-Dämmerung plötzlich eine Vollmond-Nacht einbricht, im düsteren Atlantic Island Park nach ihrem Sohn und läuft dabei einmal alle Attraktionen des Parks ab, bis sie schließlich das dunkle "Haus des Horrors" in der Mitte des Parks betritt und die Handlung zu Ende geführt wird. Zunächst fahren wir eine Rolltreppe hoch und betreten den Park, kommen am Haus und dem Maskottchen des Parks, den Chipmunk Chad, vorbei, fahren auf einem Gewässer mit einem Boot in Form eines Schwans durch eine Höhle, in der mit Projektoren und Lautsprechern das Märchen Hänsel und Gretel inszeniert wird (dieser Hintergrund spielt auch eine gewisse Rolle), wagen uns auf ein Karussel, kommen am Auto-Scooter vorbei, fahren eine Runde mit dem Riesen-Rad und der Achter-Bahn und befinden uns anschließend noch an ein paar Buden, bevor das Geschehen im "Haus des Horrors" abgeschlossen wird.

Während des Verlaufs des Spiels wartet dieses mit einigen, leider insgesamt recht wenigen, Schreck-Momenten und traumähnlichen Zuständen auf uns, versucht mit Effekten mit unserer Psyche zu spielen und die Gedanken-Welt der Mutter zu konstruieren. Wir finden immer wieder aufschlussreiche Notizen in Form von handgeschriebenen Briefen, Zeitungs-Ausschnitten oder Büchern, die uns näher bringen, in welche verzweifelte Situation die Mutter geraten ist und was dazu geführt hat, dass der einstige Vergnügungs-Park geschlossen wurde. All diese Hinweise sollten auch gefunden und gelesen werden, um die Handlung nachvollziehen zu können (und nebenbei alle 14 Steam-Errungenschaften freizuschalten). Wer sich auf das Spiel einlässt und auf sich wirken lässt, findet mit The Park ein Abenteuer-Horror-Psycho-Spiel vor, das einen durchaus motiviert durch die Handlung zieht und einem dabei gefallen kann. Allerdings müssen wir an dieser Stelle anmerken, dass The Park dabei etwas Potential verschenkt. Wir hätten uns gewünscht, dass es etwas mehr Aktionen, mehr spezielle Momente und insgesamt eine noch düstere Stimmung, die noch mehr mit unserer Psyche spielt und die Erzählung noch dramatischer in Szene setzt, gibt. The Park schafft schon eine tolle Atmosphäre, die der Geschichte gerecht wird, fällt aber für unseren Geschmack für Horror-Verhältnisse etwas zu seicht aus. Etwas verstärken kann man die Spielerfahrung natürlich, indem man es mit Kopfhörer und im abgedunkelten Raum spielt, dies wird auch von den Entwicklern empfohlen.

Präsentation

Damit kommen wir jetzt bei der generellen Präsentation an. Dank Unreal Engine 4 und Nutzung zeitgemäßer Effekte, weiß uns The Park optisch gut zu gefallen. Und die Performance in nativer Full-HD-Auflösung fällt auf unserem Test-System (siehe Artikel-Ende) ebenfalls zufriedenstellend aus. Auch von akustischer Seite gibt es keine Kritik zu üben, im Gegenteil: Die Vertonung, einschließlich vor allem der Sprecherin, aber auch den wenigen Sprechern, ist ausgezeichnet und betont die Verängstigung und Verzweiflung der Protagonistin. Insgesamt wirkt alles in sich stimmig und nicht aufgesetzt. Die Arbeit, die Funcom geleistet hat, wirkt technisch, wie auch konzeptionell, solide, wenn auch nicht all umfänglich zur Gänze mit Effekten und Inszenierungen ausgereizt. Momente, in denen wir das Geschehen von außen, also nicht in der Ego-Perspektive, erleben, sind vorhanden, aber selten - und das ist schade, denn in solchen Sequenzen könnten Emotionen noch besser hervorgebracht werden (zum Beispiel anhand von Gestiken und Mimiken). An dieser Stelle müssen wir zudem noch darauf hinweisen, dass The Park vollständig in englischer Sprache vorliegt, das betrifft also sowohl die Texte, wie auch die Audioausgabe. Wer der englischen Sprache nicht vollkommen mächtig ist, hat hier eventuell Probleme, den vollständigen Hintergrund zu erschließen.

The Park
The Park

Einschätzung

Abschließend halten wir fest, dass uns The Park insgesamt gut gefällt. Die Geschichte wird würdig vorgetragen und erzählt. Zu bedauern ist jedoch, dass das Abenteuer-Psycho-Horror-Spiel vielleicht etwas hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt (vor allem am Ende im "Haus des Horrors", das größere Erwartungen weckt). Wir könnten uns durchaus vorstellen, dass man es mit etwas mehr Einfallsreichtum und spielerischer, wie auch erzählerischer Tiefe, noch etwas lebhafter gestalten beziehungsweise besser zum Ausdruck bringen könnte, denn all zu spektakulär und furchterregend fällt das Spiel, wie bereits angeschnitten, leider nicht aus. Es genügt aber, um sich selbst gerecht und nicht langweilig zu werden. Zugleich ist es nicht sonderlich lang. Wir empfehlen, alles auf sich wirken zu lassen und jede Ecke zu erkunden (damit man alle Hinweise findet und diese liest) und es allgemein nicht zu schnell anzugehen. Mindestens eine Stunde Spielzeit sollte drin sein (zwei bis drei Stunden wären auch möglich). Angesichts des Preises von aktuell 9,99 Euro (momentan mit 23% Rabatt), mag The Park manchen, potentiellen Käufern vielleicht zu teuer erscheinen. Unserer Meinung nach sollte jeder, der gerne diese Art von Spielen spielt, spätestens bei einem Angebot von rund 5 Euro bedenkenlos zugreifen können.

Test-System:

Microsoft Windows 10 Pro (64 Bit)
Intel Core i5-3570K (4,2 GHz)
NVIDIA GeForce GTX 680 (2048 MB)
8192 MB DDR3-RAM (1600 MHz)
ASUS P8Z77-V (Intel Z77)
Samsung SSD 830 Series (128 GB)

Eigene Bilder:

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