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Toren Test-Bericht

Offizielle Links:

Spiel: Toren (Steam) | Entwickler: Swordtales (Steam) | Verleger: Versus Evil (Steam)

Offizielles Video:

Test-Bericht zum Indie-Spiel

Toren

Datum: 22. Juni 2015 | Autor: Hellfire

Toren
Toren

Hintergrund

Für die Entwicklung von Toren zeichnet sich das brasilianische Entwickler-Studio Swordtales, die Unterstützung vom eigenem Kulturministerium erfuhren und für ihren unverwechselbaren Stil ausgezeichnet wurden, verantwortlich. Der Verleger ist Versus Evil, neben weiteren Indie-Spielen betreut das Team unter anderem das rundenbasierte Rollenspiel The Banner Saga.

Toren ist ein Abenteuer-Spiel, das uns in eine düstere Fantasiewelt einlädt. Wir begleiten die junge Protagonistin Moonchild auf ihrem Weg zu sich selbst und beobachten ihre Verwandlung vom Kleinkind zur Frau. Wir helfen ihr bei der Flucht aus dem Turm Toren und lösen das Rätsel um ihre geheimnisvolle Bestimmung.

Spielerfahrung

Zu Beginn des Spiels lernen wir als Kleinkind zunächst die grundlegende Steuerung, die entsprechend auf dem Bildschirm eingeblendet wird, kennen, und bahnen uns mit den ersten Schritten unseren Weg durch die düstere Fantasiewelt, die den Turm Toren als Mittelpunkt hat. Am Anfang pflanzen wir mit unserer Protagonistin einen Baum, der mit voranschreitendem Spielfortschritt wächst und uns im weiteren Verlauf den finalen Aufstieg ermöglicht. Das Spielgeschehen wird durch kurze, gedichtartige Schriftrollen und Zwischensequenzen begleitet, während wir kleine Rätsel lösen, um unseren weiteren Weg zu finden. Unterwegs erschließen wir dabei kleinere Traum-Welten, in denen wir teils okkulte Zeichen auf dem Boden mit Salzen auffüllen, um weitere Informationen zum Hintergrund der Geschichte aufzugreifen und teils Plattformen, über die wir uns bewegen, in Position zu bringen. Schon am Anfang begegnen wir dem Drachen, den es am Ende zu besiegen gilt. Dieser stellt sich uns immer wieder mit seinen Angriffen, die uns zu Stein werden lassen oder wegwehen können, in den Weg. Als weitere Gegner finden wir kleine Monster und Geister vor. Erstere können wir, wie auch den Drachen, mit dem Schwert, das wir ebenso zügig am Anfang finden, bekämpfen. Letzteren gilt es auszuweichen, um nicht zu sterben und nicht den Weg durch die Traum-Welt erneut vom Startpunkt aus beschreiten zu müssen. An dieser Stelle sei angemerkt, dass das Spiel selbstständig an fest definierten Stellen speichert. Wir können jederzeit vom Menü aus ein neues Spiel starten, ein bereits gespieltes Kapitel erneut anfangen oder am letzten Kontrollpunkt weiterspielen. Manuelles Speichern vermissen wir angesichts der relativ kurzen Abschnitte nicht. Auch der Schwierigkeitsgrad beziehungsweise der Anspruch des Spiels fällt nicht gerade hoch aus, sodass man sich verhältnismäßig schnell durch die Fantasiewelt bewegt, den Turm erklimmt und die geheimnisvolle Bestimmung der jungen Protagonistin lüftet. Mehr zur eigentlichen Handlung möchten wir aufgrund des eher geringen Umfangs nicht vorwegnehmen.

Präsentation

Toren präsentiert sich rein von der Gestaltung her durchaus künstlerisch und liebevoll. Die Spielwelt wirkt, trotz ihrer relativ kleinen Größe (gerade in den kurzen Traum-Welten), verhältnismäßig abwechslungsreich. Licht- und Partikel-Effekte, einschließlich Feuer, Wind und Frost, werten die Optik auf. Leider wird jedoch das Gesamtbild von einer eher bescheidenen Grafikqualität getrübt. Dies fällt besonders unangenehm durch die niedrig aufgelösten Texturen auf. Zudem stört leicht eine etwas zu geringe Polygonzahl. Im Hinblick auf die verwendete Engine (Unity 4), wäre unserer Meinung nach schon ein besseres Ergebnis möglich und wünschenswert gewesen. Auch die Optionen, die sich lediglich auf eine fünfstufige Qualitäts-Einstellung, sowie Bewegungs-Unschärfe, Umgebungs-Verdeckung, vertikale Synchronisierung und den Fenster-Modus beschränken, hätten vielleicht etwas flexibler ausfallen können. Wir vermissen zum Beispiel eine effektive Kantenglättung, aber auch einen rahmenlosen Fenster-Modus, der - im Gegensatz zum normalen Fenster- und Vollbild-Modus - nicht enthalten ist. Aus technischer Sicht lässt sich feststellen, dass Toren performant und stabil läuft. Mit unserer Hardware stellt es kein Problem dar, das Spiel durchgängig in der hohen 4K-Auflösung, die dem Spiel gerade aufgrund fehlender, greifender Kantenglättung sehr entgegen kommt, zu spielen. Die Bildschirm-Elemente beziehungsweise Texte werden dabei erfreulicherweise mitskaliert.

In Bezug auf die Vertonung gefällt uns die eher ruhigere Art. Die Umgebungs-Geräusche halten sich, ebenso wie die Musik, vornehm im Hintergrund und unterstreichen das Spielgefühl in passender Weiser, wie wir finden. Eventuell zu kritisieren wäre lediglich, dass der gelungene, offizielle Soundtrack zum Spiel getrennt erworben werden muss. Hier würden wir uns wünschen, dass er als fester Bestandteil dem Spiel beiliegt. Dies dürfte jedoch nicht jeden Käufer stören.

Steuerung

Die Steuerung in Toren gestaltet sich, ähnlich wie die Spielmechanik, einfach und unkompliziert - zumindest, wenn nicht mit Tastatur gespielt wird. Ein Gamepad ist empfehlenswert, vor allem, um die Salze im Spiel gezielt auf die gezeichneten Linien zu tragen. Die Standard-Aktionen Interagieren, Springen beziehungsweise Klettern und Ansehen können wir zudem frei belegen. Dies ist gerade bei der Tastatur-Steuerung anzuraten, da Interagieren auf die Taste "Z" und Ansehen auf die Taste "X" gelegt sind. Die Tasten "W", "A", "S" und "D" dienen neben den Cursor-Tasten zum gewohnten Bewegen der Spielfigur und somit bieten sich aufgrund der bequemeren Erreichbarkeit vorzugsweise die Tasten "E" und "F" für Interagieren und Ansehen an. Insgesamt geht die Gamepad-Steuerung gezielt von der Hand und wird durch die Spielmechanik weiter vereinfacht, da sich die Spielfigur automatisch an Vorsprüngen festhält und das Schwert zieht, sobald Gegner in der Nähe auftauchen. Die Kamera wird automatisch in sinnvoller Weise geführt, diese können wir aber auch geringfügig über den rechten Stick selbst schwenken.

Toren
Toren

Einschätzung

Toren bietet mit eigenem Stil und einer Spielzeit von durchschnittlich drei Stunden eine unkomplizierte Beschäftigung und Unterhaltung. Allen Spielern, die genau so eine Spielerfahrung suchen und das Genre generell mögen, dabei aber nicht all zu genau auf die Grafik achten, ist es, sofern der Preis angebracht erscheint, durchaus zu empfehlen. Wer jedoch nicht nur optisch, sondern auch inhaltlich mehr erwartet, wird eventuell enttäuscht werden. All zu viel hat Toren leider nicht zu bieten und gestaltet sich zudem so einfach, dass dem einen oder anderen Spieler vielleicht etwas der Anspruch fehlt. Die an einer Hand abzählbaren Gegner stellen genauso wie die zu überwindenden Plattformen keine Bedrohung beziehungsweise Schwierigkeit dar. Die in der Spielwelt versteckte, verbesserte Version des Schwerts, sowie ein Kettenhemd und eine Maske, wirken aufgrund von wenigen Einsatzmöglichkeiten und schwachen Gegnern spielerisch unbedeutend, sie sind allerdings Teil der zwölf Errungenschaften, die ebenso ohne große Mühe bereits beim ersten Durchspielen zu meistern sind. Abschließend gelobt werden muss, da dies nicht für jedes Indie-Spiel zutrifft, dass das Spiel komplett auf Deutsch spielbar ist - natürlich abgesehen von der subtil eingesetzten Fantasiesprache, die selbstverständlich gewollt und in allen Versionen identisch ist.

Test-System:

Microsoft Windows 8.1 (64 Bit)
Intel Core i5-3570K (4,2 GHz)
NVIDIA GeForce GTX 680 (2048 MB)
8192 MB DDR3-RAM (1600 MHz)
ASUS P8Z77-V (Intel Z77)
Samsung SSD 830 Series (128 GB)

Eigene Bilder:

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