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Victor Vran Test-Bericht

Offizielle Links:

Spiel: Victor Vran (Steam)
Entwickler: Haemimont Games (Steam) | Verleger: EuroVideo Medien (Steam)

Offizielles Video:

Test-Bericht zum Indie-Spiel

Victor Vran

Datum: 31. August 2015 | Autor: Daedalus

Victor Vran
Victor Vran

Hintergrund

Haemimont Games wagt sich an ein Action-Rollenspiel? Mit Omerta: City of Gangsters haben die vornehmlichen Strategie-Spiel-Entwickler bereits einen Fuß ins Rollenspiel-Genre gesetzt und konnten nicht vollends überzeugen. Für Victor Vran scheint es weitaus mehr Hingabe zu geben. Man merkt dem Spiel schon noch seine Indie-Herkunft an. Damit sind weder trendige Pixeloptik noch ultra-innovative Spielprinzipien gemeint. Statt aufwendiger Zwischensequenzen gibt es einfache, aber gut gezeichnete Artworks, die die Dramatik voranbringen. Dialogzeilen und Sprecher halten sich zahlenmäßig in Grenzen. Die Qualität hingegen kennt man so allerdings eher von Triple-A-Spielen. Mir sind zwar keine Preise geläufig, aber Martin Kessler (hier in der Haupt-Rolle), den man in Video-Spielen sonst als Sam Fisher hört, ist schon eine Wucht. Warum oder warum nicht sollte man also Victor Vran spielen, wenn die Unterstützung von hingebungsvollen Indie-Entwicklern nicht zu den eigenen Leidenschaften gehört?

Präsentation

Die Präsentation, sowohl grafisch als auch akustisch, ist in Ordnung. Es fehlt dem Spiel aber an echten Glanzpunkten. Klanglich bleibt mir bis auf einen Track, der an Soul Reaver 1 (welches eine ähnliche Horror-Atmosphäre bietet) erinnert, nichts in meinen Ohren hängen. Ich erwarte zwar nicht, dass Hans Zimmer durch meine Lautsprecher kracht, aber wenigstens ein paar Glanzlichter sollte jedes Spiel haben. Dafür gibt es immerhin nichts, was mir Ohrenschmerzen bereitet. Etwas Kritik gibt es ebenso für die Grafik. In Anbetracht der visuellen Effekte lässt die Performance ein wenig zu wünschen übrig. Auf meinem System, siehe Artikel-Ende, läuft das Spiel in einer Auflösung von bis zu 1620p weitestgehend flüssig, sofern nicht allzu viel auf dem Bildschirm passiert. Die 4K-Auflösung lässt die Bildrate allerdings sofort, auch im Stand, auf unspielbare 20 Bilder pro Sekunde sinken. Man kann nicht behaupten, dass das Spiel hässlich aussieht. Das Level-Design wirkt stimmig, wenn auch nicht absolut herausragend. Hier ist Diablo 3 nach wie vor der Platzhirsch in diesem Genre. In Victor Vran betritt man mal weitestgehend offene Level und mal metzelt man sich durch enge Gänge, die wenig Platz zum Ausweichen bieten. Landschaftlich werden dem Spieler Sümpfe, Katakomben und Minenschächte, sowie Wälder und Siedlungen als Schauplätze geboten. Der Grundton ist also düster.

Spielerfahrung

Während die Präsentation insgesamt nicht in allen Punkten sonderlich beeindruckt, gestaltet sich in der Spielerfahrung alles richtig. Die Kämpfe sind schnell, dynamisch und zusammen mit den Herausforderungen, die es für jedes Gebiet gibt, auch fordernd. So müssen zum Beispiel Gegner mit einer bestimmten Waffen in einem Zeitlimit besiegt werden, manchmal sogar ohne dabei Schaden zu nehmen. Außerdem gibt es in jedem Gebiet versteckte, sammelbare Objekte zu finden. Man flitzt also nicht nur blind durch die Gebiete, sondern sucht oft akribisch nach versteckten Räumen. Die Herausforderungen sorgen dafür, dass man Gebiete öfter spielt. Da man bis zu zwei Waffen-Sets gleichzeitig ausrüsten und auf Tastendruck wechseln kann und jede Waffengattung andere Spezialattacken hat, können die Kämpfe recht flexibel geführt werden. Man wechselt entsprechend der Gegnerart und Herausforderung - oder einfach, weil es cool aussieht. Es wird gesprungen, geblockt und ausgewichen. Wem das Spiel dabei zu leicht ist, der kann außerdem verschiedene „Flüche“, mit teilweise erheblichen Malussen auf die Charakter-Statistik, anlegen. Dafür fallen auch meist die Belohnungen höher aus.

Victor Vran
Victor Vran

Einschätzung

Victor Vran ist das ideale Spiel für Zwischendurch: Starten und loslegen. Die spärliche Plot-Präsentation und die einfachen Spiel-Mechaniken erfordern keine intensive Hingabe und die Geschichte baut sogar etwas Dramatik auf, was neben der Spielerfahrung weitere Motivation zum Weiterspielen bieten kann. Lediglich der Schwierigkeitsgrad könnte, trotz optionaler Flüche, noch etwas fordernder ausfallen. So hat zum Beispiel das Ableben des Helden keine wirkliche Bedeutung. Man wird einfach am Anfang des Gebiets wiederbelebt und behält sogar alle bereits gesammelten Erfolge in diesem Gebiet. Hier würde ich mir einen „Ironman-Modus“ oder weitere Spiel-Mechaniken, beispielsweise das Beschädigen von Ausrüstung, wünschen. Für den Preis von aktuell rund 20 Euro bekommt man allerdings eine große Menge Inhalt und hohe Qualität geboten.

Test-System:

Microsoft Windows 7 (64 Bit)
AMD Phenom II X4 965 (3,4 GHz)
NVIDIA GeForce GTX 770 (2048 MB)
8192 MB DDR3-RAM (1600 MHz)
Gigabyte GA-770TA-UD3 (AMD AM3)

Offizielle Bilder:

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