ETU-HQ.de – 17 Jahre -ETU- Expect The Unexpected! – Deutsche Spielergemeinschaft seit Januar 2004

Community

Clan

Server

Team Speak 3:
Zugangsdaten für
 Mitglieder und Freunde
nur auf Anfrage!
Achtung:
Neue Zugangsdaten!

Die letzten 10 Neuigkeiten

Die letzten 10 Artikel

Galerie

Tom Clancy's Rainbow Six: Siege (Urheber und Quelle: Ubisoft)

Termine

ETU! Reloaded
Mehr Informationen
im Mitglieder-Forum!

Spiele

Nach Absprache:
Battlefield,
Call of Duty,
Division,
Ghost Recon,
Rainbow Six,

und Diverses!

Woolfe - The Red Hood Diaries Test-Bericht (Seite 1)

Testbericht zum PC-Spiel

Woolfe - The Red Hood Diaries

Datum: 24. März 2015 | Autor: Hellfire


USK 12

Vorwort

Das PC-Spiel Woolfe - The Red Hood Diaries ist der Anfang einer märchenhaften Erzählung, die uns in eine bunte Fantasiewelt einlädt. Wir spielen, wie es der Name bereits vermuten lässt, die prominente, weibliche Märchenfigur Rotkäppchen, allerdings nicht in der durch die Brüder Grimm bekannten Fassung, sondern in einer interessanten, neuen Interpretation. Im nachfolgenden Test kommen wir darauf zu sprechen, warum sich das PC-Spiel unsererseits eine klare Empfehlung verdient hat und was die Spielerfahrung ausmacht.

Erzählung

Woolfe - The Red Hood Diaries erzählt, wie bereits gerade angeschnitten, seine eigene Geschichte rund um die Protagonistin Rotkäppchen und greift dabei auch Referenzen zu anderen Märchen, wie zum Beispiel den Rattenfänger oder Pinocchio, auf. Um nicht zu viel von der eigentlichen Handlung zu verraten, denn diese fällt für den Anfang verhältnismäßig kurz aus, lässt sich der Hintergrund der Geschichte wie folgt zusammenfassen: Das mittlerweile erwachsen gewordene Rotkäppchen begibt sich bewaffnet mit einer Axt auf eine Odyssee, um den Tod ihrer Eltern zu rächen. Dabei begegnet sie zunächst fiesen Widersachern und zum Schluss der ersten Handlung ihrer geliebten Großmutter.


Woolfe - The Red Hood Diaries

Spielerfahrung

Das Spielprinzip von Woolfe - The Red Hood Diaries entspricht dem eines Action-Adventures und Platformers. Wir bewegen uns durch eine lineare Spielwelt, die mit Schleich-, Sprint-, Sprung- und Kletter-Passagen auf uns wartet. Schwimmen kann das Rotkäppchen übrigens nicht. Dabei vermittelt die gewählte und stets passende Kameraführung das Gefühl eines klassischen Platformers. Meistens bewegen wir uns horizontal durch die Spielwelt, teilweise aber auch in alle anderen Richtungen. Unterwegs begegnen wir unterschiedlichen Gegnern, die wir mit verschiedenen Angriffen ausschalten können. Zunächst sind wir mit einer Axt bewaffnet und führen leichte, aber schnelle Schläge aus. Im weiteren Verlauf lernen wir weitere und magische Attacken, die uns mehr Energie kosten. Die Energie, genauso wie die Lebenspunkte, erhalten wir in Form von aufnehmbaren Tränken und Energiesphären, die durch das Besiegen von Gegnern fallengelassen werden. Außerdem sammeln wir in der Spielwelt versteckte Symbole, die sich in verwinkelten Gassen und in Kisten befinden können, ein, um Tagebucheinträge freizuschalten. Diese enthalten Texte, Bilder und Modelle, ähnlich, wie man es aus den letzten Batman-Spielen kennt. Gespeichert wird das Spiel automatisch an vorgegebenen Punkten, an denen sich ein von der Großmutter gefüllter Korb befindet. Die Abstände fallen angesichts der überschaubaren Spielwelt angemessen aus. Zudem sind in der Spielwelt genre-typisch bewegliche Plattformen und Aufzüge, sowie gefährliche Walzen, Spieße, Dämpfe, Gase und Öfen zu finden. Mit etwas Geschicklichkeit überwinden wir Hindernisse, hangeln uns an Vorsprüngen entlang, weichen Gefahren rechtzeitig aus und müssen uns gelegentlich nach Betätigen von Schaltern oder beim Überqueren von Plattformen beeilen, um das Ziel unbeschadet und hindernisfrei zu erreichen. Am Ende eines Abschnitts treffen wir jeweils auf einen Bossgegner, der über seine eigenen Angriffsmuster verfügt und entsprechend ein angepasstes Vorgehen erfordert. Das alles ist potentiell stimmig und macht Spaß, hält sich aber leider äußerst in Grenzen. Das soll heißen, dass das Spiel dabei nicht all zu viel Umfang und Tiefe bietet, da wäre mit Sicherheit etwas mehr Inhalt, den sich die Entwickler vielleicht für die Nachfolger aufheben, drin gewesen. Dafür wird das Spielgeschehen jederzeit schön mit Zwischensequenzen und Kommentaren des Rottkäppchens begleitet.

Steuerung

Die Steuerung in Woolfe - The Red Hood Diaries gestaltet sich typischerweise mit Spielkontroller unkomplizierter als mit Tastatur, geht aber mit beidem verhältnismäßig leicht von der Hand. Die Protagonistin hält sich automatisch an Vorsprüngen beziehungsweise Balken fest und um die Kameraführung müssen wir uns nicht kümmern, diese wird vom Spiel stets übersichtlich selbst übernommen, lässt sich jedoch auch manuell minimal drehen. Schleichen, laufen, springen und Hangeln durch die Spielwelt stellt genauso wie das Angreifen und dem Ausweichen von Gegnern kein Problem dar. Allerdings ist beim Doppelsprung darauf zu achten, nicht zu schnell die Sprungtaste hintereinander zu drücken, da hier eine vielleicht etwas störende, zeitliche Verzögerung notwendig ist. Zudem hätte man den Sprint und das Schleichen durch die digitale Steuerung am Spielkontroller vereinfachen können. Hierfür ist nämlich eine Taste erforderlich. Die normale Laufgeschwindigkeit ist immer gleich.

Präsentation

Grafisch und akustisch präsentiert sich Woolfe - The Red Hood Diaries mehr als ansprechend. Die weibliche Protagonistin erinnert ein wenig an Alice aus Alice: Madness Returns. Dies gilt ebenfalls für die Spielwelt, die zum Teil ähnlich wie in Alice: Madness Returns gestaltet ist. Die einzelnen Spielabschnitte wurden abwechslungsreich und mit Liebe zum Detail gestaltet und passen hervorragend zum märchenhaften Hintergrund, einzig an Tiefe beziehungsweise Umfang mangelt es ihnen wie bereits geschrieben etwas. Auch die einzelnen Grafikeffekte runden dank technisch einwandfreier Verwendung der Unreal Engine den optischen Eindruck ab. Die Texturen sind allerdings nicht durchgehend hoch, sondern teilweise niedrig aufgelöst. Gerade in näheren Kameraeinstellungen würde man sich stellenweise eine durchgehend hohe Texturauflösung wünschen. Eine hohe Bildauflösung stellt übrigens kein Problem dar. In unserem Test meisterte das Spiel die 4K-Auflösung (2160p) bei hoher Bildrate. Zudem lassen sich über das Menü die Bildschirmelemente, die sich ohnehin dezent in das Bild einfügen und somit nicht stören, skalieren. Zusammen mit der ausgewählten, herausragenden Synchronstimme vom Rotkäppchen gefällt auch die wundervolle musikalische Untermaltung und stimmige Tonabmischung. An dieser Stelle muss noch angemerkt werden, dass die Sprachausgabe leider nur in Englisch vorliegt. Die Bildschirmtexte und Untertitel sind allerdings auf Deutsch.


Woolfe - The Red Hood Diaries

Abschließende Zusammenfassung

Woolfe - The Red Hood Diaries ist ein wundervoll gestaltetes PC-Spiel mit märchenhafter Erzählung. Es wird zu keiner Zeit langweilig, das Rotkäppchen durch die Fantasiewelt zu bewegen. Allerdings fällt das Vergnügen kurz, manchen Spielern vielleicht zu kurz, aus. Schnelle Spieler, die vielleicht auf einfachster Stufe das Spiel bestreiten, nicht alle Tagebucheinträge aufdecken oder gar die Zwischensequenzen überspringen, dürften schon nach 1 bis 2 Stunden mit dem Spiel durch sein. Auf höchster Schwierigkeitsstufe und bei maximaler Ausbeutung von dem, was das Spiel zu bieten hat, beispielsweise die zusätzlichen Steam-Errungenschaften, sind 3 bis 6 Stunden denkbar. Angesichts des ansich günstigen Preises von nur 10 Euro und der Spielqualität ist die Spielzeit unserer Meinung nach gerade noch akzeptabel. Spätestens, wenn das Spiel im Sonderangebot zu haben ist, sollte man es sich als geneigter Spieler nicht entgehen lassen. Die Handlung von Woolfe - The Red Hood Diaries wird offenkundig mit späteren Folgen fortgeführt. Genaue Pläne hierzu liegen uns leider noch nicht vor. Wir hoffen jedoch, dass man bei den Fortsetzungen bisherigen Besitzern preislich entgegenkommt oder mehr Spielinhalt bietet, denn die Grundlage sollte mit Woolfe - The Red Hood Diaries bereits eindrucksvoll geschaffen worden sein. Das Spiel stellt unsererseits eine Empfehlung dar und macht Lust auf mehr!

Test-System:

Microsoft Windows 7 (64 Bit)
Intel Core i5-3570K (4,2 GHz)
NVIDIA GeForce GTX 680 (2048 MB)
8192 MB DDR3-RAM (1600 MHz)
ASUS P8Z77-V (Intel Z77)
Samsung SSD 830 Series (128 GB)